Atempädagogik

auf Grundlage der Middendorf Methode

Kennenlernen von atempädagogischen Interventionen im Gruppen- und Einzelsetting

Mehr als 2000 Jahre reicht das Wissen über die Wirkungskraft unseres Atems zurück. Uralte traditionelle Lehren wie z. B. Yoga oder Qi Gong, die sich seit jeher mit dem Menschen in seiner Ganzheit beschäftigen, bilden die Grundlage für die Entstehung der Atempädagogik nach Prof. Ilse Middendorf in den 1940er Jahren. In modernen, ganzheitlich orientierten, körpertherapeutischen Praxen wird der Atem längst als Bindeglied für körperliche und geistig-seelische Gesundungsprozesse genutzt.

Der ganzheitliche Zugang zum Menschen ist in der Atempädagogik immanent, da das Atemgeschehen immer unmittelbarer Ausdruck der jeweiligen körperlichen, seelischen und geistigen Verfassung eines Menschen ist. Die Atemfunktion als solche ist bekanntlich die einzige vegetative Funktion im menschlichen Organismus, die wir aktiv beeinflussen können. Im klinischen Kontext wird Atempädagogik daher als ein neurophysiologisches Regulationsverfahren bezeichnet, das sich positiv auf die Atemfunktion und regulativ auf das gesamte Neurovegetativum auswirkt.

Nicht nur bei Menschen mit Atemwegserkrankungen, sondern auch bei chronischen Schmerzpatienten bringen atempädagogische Behandlungen Linderung. Die Interventionen helfen bei Funktionsstörungen des Nervensystems ebenso, wie bei speziellen Belastungssyndromen und Dysfunktionen des Bewegungsapparates. Auch Patienten mit Herz-Keislauf-Erkrankungen lernen über den bewusst zugelassenen und erfahrbaren Atem, besser mit ihrer Krankheit und den Symptomen umzugehen.

Durch gezielte Interventionen – immer unter Berücksichtigung des unmittelbaren Körper- und Atembildes des Patienten - werden Flexibilität der Gelenke, Elastizität von Muskeln und Faszien gefördert, Nerven mobilisiert und der vagale Tonus stimuliert. In der Folge entwickelt sich ein individueller und situativ reagibler Atemrhythmus. Vielfältige regulative Prozesse werden initiiert, Wohlspannung und Wohlbefinden entstehen. Neben der Verbesserung körperlicher Beschwerden und der Akzeptanz der Erkrankung, können Lebensqualitäten wie z. B. Ruhe, Standfestigkeit, Sicherheit, Spontaneität, Freude an Ausdruck und Kommunikation (wieder) wahrgenommen werden.

INHALTE:
Mit achtsamen Wahrnehmungs- und Bewegungsübungen wird einerseits die Empfindungsfähigkeit für den eigenen Körper und den Atem der KursteilnehmerInnen geschult, und andererseits werden einfache Arbeitsweisen der Atempädagogik nahegebracht. Im Vordergrund der Fortbildung steht das Sensibilisieren der Präsenz und das bewusste „In-Kontakt-sein“ mit sich selber und dem Patienten. Die Teilnehmenden lernen atempädagogische Interventionen in der Gruppe (im Sitzen, Stehen, Liegen und in Bewegung) und in Einzelarbeit unter Berücksichtigung des Körper- und Atembildes auf der Behandlungsliege kennen.

Lehrgangsleitung

Wibke Mullur

Wibke Mullur

Akad. Atempädagogin, Yogalehrerin, Krisenpädagogin

Kursart

einteilig

Termine

20. - 21. April 2018

Kursdauer

zweitägig

Tag 1: 09:00 - 18:00
Tag 2: 09:00 - 17:00

Kosten

€ 312,--

Hinweis

Bitte bequeme Kleidung, warme Socken und eine Decke mitbringen. 

1

Ausbildungsinfo zum Masseur anfordern


Fordern Sie noch heute die Info zur Masseurausbildung an.
Ein Beruf mit Zukunft!

1

Unser aktueller Fortbildungskatalog


Holen Sie sich die neuesten Infos für Ihre Weiterbildung.
Am besten gleich bestellen bzw. online ansehen!

2


Unsere Dr. Vodder Akademie ist Ö-Cert-(Erwachsenenbildungsorganisation) Qualitätsanbieter!  

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an